Funktionsweise des Ultraschallskalpellsystems
29.06.2021|Aufrufe: 2891
Mit der rasanten Entwicklung minimalinvasiver Operationstechniken,Ultraschall-SkalpellsystemDas Ultraschallskalpell wurde als neuartiges chirurgisches Instrument eingeführt, was zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung chirurgischer Instrumente geführt hat. Es bietet zahlreiche Vorteile wie präzisere Eingriffe, keine Krustenbildung und eine bessere intraoperative Sicht. Das Ultraschallskalpellsystem findet breite Anwendung in der Chirurgie. Heute erklärt Ihnen Qianjing die Funktionsweise des Ultraschallskalpellsystems.

(A) Funktionsprinzip.
Das Ultraschallskalpellsystem besteht aus einer Haupteinheit, einem Griff, einem Schneidkopf, einem Fußpedal und weiteren wichtigen Komponenten. Der Griff verfügt über einen Wandler, der die vom Generator gelieferte hochfrequente elektrische Energie in mechanische Ultraschallschwingungen umwandelt und diese an den Schneidkopf überträgt. Gleichzeitig wird Ultraschallenergie zur Blutstillung durch Schneiden oder Koagulieren von Gewebe abgegeben. Die Schwingungsfrequenz des Schneidkopfes beträgt etwa 55,5 kHz.
Der Hochleistungsultraschall bewirkt eine sofortige Verdampfung des Wassers in den Gewebezellen, die mit der Klinge in Kontakt kommen, den Bruch von Wasserstoffbrückenbindungen der Proteine, die Zellzerstörung und somit das Schneiden des Gewebes. Die durch die mechanische Vibration beim Schneiden des Gewebes erzeugte Reibungswärmeenergie dient gleichzeitig der Koagulation und Hämostase. Durch die richtige Wahl der Klinge können verschiedene Operationen durchgeführt werden.
Die Ultraschallspitze besitzt zwei Lappen: einen Arbeitslappen, der Ultraschall abgibt, und einen weißen, gezahnten Pad. Dieser Pad dient dazu, das Gewebe besser zu fixieren und so die Koagulation zu verstärken. Mit dem Arbeitslappen kann das Gewebe wie mit einem elektrischen Messer direkt geschnitten werden.
(ii) Klinische Anwendungen.
1. Ultraschallskalpellsystem: Klassifizierung der Ultraschallmesserköpfe. Ultraschallmesserköpfe sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und können je nach Anwendungsfall ausgewählt werden. Nach Größe werden sie in 5-mm- und 10-mm-Spitzen unterteilt, wobei die 10-mm-Spitze über drei Schneidflächen (scharf, stumpf und flach) verfügt. Nach Form werden sie in gebogene und gerade Spitzen unterteilt.
2. Der Vorteil des Ultraschallmessers gegenüber dem monopolaren Elektromesser besteht darin, dass ein Hochfrequenzstromgenerator verwendet wird, um einen Hochfrequenzstrom zu erzeugen, der das Körpergewebe lokal stark erhitzt und so die Koagulation und Hämostase bewirkt.
Und das Ultraschallmesser ist ein mechanischer Teil der thermischen Verletzung; im Vergleich zum elektrischen Messer bietet das Ultraschallskalpellsystem deutliche Vorteile.

(1) Es kann die Funktionen des Trennens, Schneidens und Stoppens der Blutung in einem Arbeitsgang ausführen und den Bedarf an Instrumentenwechsel reduzieren.
(2) Die Arbeitstemperatur des Ultraschallskalpellsystems ist deutlich geringer als die von Elektromessern und Lasern (Hochfrequenz-Elektromesser: 150 °C, Laser: 350 °C). Dadurch entsteht weniger Wärme, und das umliegende Gewebe wird nicht durch thermische Schäden beeinträchtigt. Bei der Elektrokoagulation mit einem Elektromesser liegt die Arbeitstemperatur üblicherweise zwischen 150 und 400 °C, die thermische Eindringtiefe beträgt 2,5 bis 4 mm, wodurch das umliegende Gewebe leicht geschädigt werden kann. Beim Einsatz eines Ultraschallskalpells liegt die lokale Temperatur unter 85 °C, und die thermischen Schäden sind geringer als bei herkömmlichen Elektromessern.
(3) Beim Schneiden erzeugt das Ultraschallskalpell vergleichsweise weniger Rauch, und das Sichtfeld wird bei laparoskopischen Eingriffen weniger beeinträchtigt.
(4)Ultraschall-SkalpellsystemKann als Ergänzung oder Alternative zu Elektromesser, Laser und Skalpell bei allgemeinen chirurgischen Eingriffen, plastischen chirurgischen Eingriffen, Kinderchirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie, Urologie, Thoraxchirurgie, Operationen zur Freilegung knöcherner Strukturen (wie Wirbelsäule und Gelenkhöhle) sowie anderen offenen und endoskopischen Operationen eingesetzt werden.
(5) Da das Ultraschallmesser nach dem Prinzip des Ultraschallschneidens und der Ultraschallkoagulation arbeitet, fließt kein elektrischer Strom durch den Körper, es kommt zu keinen Schäden an leitfähigem Gewebe, und nur die Spitze des Messers berührt beim Arbeiten den Patientenbereich.
(6) Da das Ultraschallmesser lediglich eine Gewebeverschiebung und keine Verkohlung bewirkt, besteht keine Gefahr von Nachblutungen durch Schorfbildung nach der Operation.











